• Mutig und mit Freude
    Neues wagen,
    begleiten und gestalten!

  • Meine Passion:
    Menschen in ihren Potentialen fördern
    und für lebenslanges Lernen zu begeistern!

  • Teams stärken, Konflikte nutzen
    für eine starke Performance!

  • Überzeugendes Auftreten
    durch Präsenz und
    klare Kommunikation!

Fehler gelten in unserer Kultur als Makel. Deshalb bringen wir eine Menge Energie auf, um sie zu vermeiden - aus Angst vor dem Scheitern. Schade um die verpassten Lernchancen!

Das betrifft den individuellen Umgang mit dem Scheitern ebenso wie ganze Organisationen und Unternehmen. MADE IN GERMANY gilt weltweit als Qualitätssiegel, was unsere Wirtschaft und den Export boomen lässt.  Studien zeigen, deutsche Unternehmen sind gut darin, Fehler gar nicht erst zu begehen. Soweit so gut! Doch es gibt auch eine Kehrseite. Fehler sind nicht immer zu vermeiden, vor allem bei komplexen Herausforderungen und neuen Projekten. Hier braucht es geradezu Fehlertoleranz, um nicht aufzugeben, am Ball zu bleiben und aus ihnen für die nächsten Schritte zu lernen.

Wie unterschiedlich Kulturen mit Fehlern umgehen

Der Wirtschaftspsychologe Michael Frese von der Leuphana-Universität in Lüneburg untersuchte, wie verschiedene Kulturen mit Fehlern umgehen. Von 61 Ländern belegte Deutschland neben Singapur die letzten Plätze.  Er fand heraus, dass Kulturen, in denen Altruismus und Fairness zentrale Werte sind und in denen die Gemeinschaft wichtiger ist als das Individuum, erfolgreicher sind im Entdecken von Fehlern und im Management von Fehlern.  Kulturen, in denen es wichtig ist, Unsicherheiten zu vermeiden, die klare Normen und Regeln haben, sind besonders gut in der Vermeidung von Fehlern. Als durchweg positiven Faktor ermittelte er flache soziale Hierarchien. Die Begründung liegt auf der Hand: Mitarbeitende sind beteiligter, achten gemeinsam auf Probleme und Unsicherheiten, sie trauen sich eher, auch Vorgesetzte auf Fehler hinzuweisen und diese wiederum können sie sich eher eingestehen.

Fehler in deutschen Unternehmen - Ja, gibt es denn sowas?

Die Fehlertoleranz deutscher Unternehmen und ein daraus resultierender konstruktiver Umgang mit Fehlern ist im internationalen Vergleich ernüchternd. Fehler werden häufig vertuscht, Verantwortung gerne anderen in die Schuhe geschoben. Die Folge: Sie werden manches Mal zu spät wahrgenommen bzw. entdeckt und eine Korrektur ist erst möglich, wenn „das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“. Die fehlende Kommunikation sorgt schlussendlich noch dafür, dass Lernchancen für künftige Situationen nicht einmal genutzt werden. Schade eigentlich!
Die Lösung für einen potentialfördernden Umgang liegt genau im Gegenteil: Über Fehler zu sprechen, um künftig besser zu scheitern. Doch das gelingt nur, wenn Fehler erlaubt sind und grundsätzlich als wertvoll erachtet werden.
"Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better.” So formuliert es der irische Schriftsteller Samuel Beckett, berühmt geworden durch “Warten auf Godot”.

Tipps und konkrete Hilfestellungen von mir zum erfolgreichen Umgang mit Fehlern in Unternehmen und Organisationen finden Sie im Buch: Die Nachwuchsführungskraft (3. Auflage, 2021)

Mein Beitrag: „Fehler willkommen?! - Tipps für den erfolgreichen Umgang mit Fehlern"
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An die eigene Nase gefasst - individuelle Fehlerkultur

Auch der individuelle Umgang mit Fehlern vieler Menschen ist ähnlich. Fehler werden emotional schnell zu persönlichen Niederlagen. Gerade die Perfektionisten unter uns haben hiermit zu kämpfen. Überhöhte Ansprüche an sich selbst, die das Scheitern nahezu heraufbeschwören und dann die „Selbstzerfleischung“, wenn es doch passiert. Das Phänomen Burn-Out ist eng daran gekoppelt, wie wir unsere eigenen Fehler betrachten.
„Stress ist ganz wesentlich ein Denkproblem“, sagt Maja Storch, Entwicklerin des Zürcher Ressourcenmodells. Und genau hier liegt auch die Chance. Wenn wir es schaffen, anders zu denken, können wir anders handeln.

Der Psychologe Joachim Stober von der University of Kent studierte das Scheitern, indem er Perfektionist*innen  über ihre täglichen Verfehlungen Buch führen ließ. Sein Ergebnis: Am Besten konnten die Personen mit Niederlagen umgehen, denen es gelang, diese mit Humor zu nehmen und dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen oder die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was gelungen ist.
Sich selbst und das eigene Handeln immer mal wieder wertschätzend in Frage zu stellen und Fehler als Lernchance zu nutzen, scheint also ein möglicher Erfolgsweg zu sein. Auch die Neurowissenschaften unterstützt diese Annahme. Prof. Gerald Hüther bringt es auf den Punkt „Was ein menschliches Gehirn auszeichnet: sich selbst immer wieder neu in Frage zu stellen.“

Lernorte - wie Pädagog*innen und Weiterbildner*innen Positives bewirken können

Sich selbst und die Welt neugierig in Frage zu stellen, damit können wir gar nicht früh genug anfangen. Nach dem Motto „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nur schwer“ sollte in der Schule eine offene Lernkultur gelebt werden. „Kinder sollten im Unterricht viel mehr zum Experimentieren nach der Trial-and-Error-Methode angeregt werden“, sagt der Psychologe Olaf Morgenroth.

Probieren lassen! Das sollten sich Lehrende und auch wir Trainer*innen auf die Stirn schreiben, damit wir es jeden Morgen beim Blick in den Bad-Spiegel vor Augen haben. Denn wir gestalten in hohem Maße die Lernumgebung unserer Teilnehmenden.
In einer solchen Atmosphäre ist es nicht tragisch, wenn mal was schief geht. Im Gegenteil, sie ist der Nährboden für neue Ideen, neues Verhalten und Zutrauen in eigene Fähigkeiten. Wer nicht stolpert, lernt nicht zu laufen. Und ich denke, als Erwachsene trauen wir uns viel zu selten, zu stolpern. Und ganz sicher lernen wir auch deshalb weniger erfolgreich als es Kinder tun.

Auch für uns Erwachsene braucht es Lernfelder, um uns wieder zu trauen, mit Lust zu scheitern und daran zu wachsen. Doch wie kann diese Haltung ganz praktisch in Unternehmen und Teams trainiert werden?

Scheitern lernen, Kreativität nutzen, Ideen entwickeln - Improvisations- und Kreativitätstraining mit Sandra Masemann

Basierend auf den oben formulierten Gedanken habe ich meine Improvisations- und Kreativitätstrainings konzipiert.
Sie haben folgenden Fokus: Die Lust am Scheitern zu erfahren, gemeinsam mit Leichtigkeit und Humor zu wachsen, um neue Lösungen zu finden.
Ein gelungener Mix an Methoden aus dem Improvisationstheater, einfachen Kreativitätstechniken, hilfreichen Annahmen und Strategien aus der systemischen Denkweise sowie dem NLP bildet die Basis. Abhängig von Ihren Anliegen schnüren wir dann ein passendes Paket.

Die Trainings richten sich an innovative Organisationen, Unternehmen und Teams, die weiter gehen wollen. Für die Zukunft ein spannendes Abenteuer ist.

Mehr zu den Improvisations- und Kreativitätstrainings von Sandra Masemann erfahren Sie hier...

Sie möchten mehr zum Thema lesen. Hier ein paar Lesetipps:
ZEIT WISSEN 4/2013: Keine Angst vorm Scheitern
Schweizer Arbeitgeber 5/ 11.März 2010: Anders Denken: Wie Stress am besten beizukommen ist
"Gute Idee - Trainieren wie im Improvisationstheater - die Königsdisziplin für Coaches & Trainer" In: Bildung aktuell 7/2011